LAEMPEL

MERKwürdiges und DENKwürdiges aus dem Ruhrgebiet

Faszinierendes Südostasien

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Lotusblume

Die Reise durch Südostasien im April hat bei mir vielfältige und unvergessliche Eindrücke hinterlassen. Die Strapazen des 11stündigen Fluges und die extrem hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen um die 40 Grad sind nahezu vergessen, geblieben ist die Erinnerung an ein abwechslungsreiches und spannendes Besichtigungsprogramm, bei dem auch die entsetzlichen Aspekte des Vietnamkrieges und des Terrors der Roten Khmer nicht ausgespart blieben. Die quirlige Geschäftigkeit der Millionenstädte Saigon, Phnom Pen und Bangkok stand dabei im krassen Gegensatz zu der Rückständigkeit und Beschaulichkeit der landwirtschaftlich genutzten Gebiete, wo noch immer der Anbau von Reis vorherrschend ist. Der archäologische Park in Angkor war zweifellos ein Höhepunkt der Reise, nicht zu vergessen die prächtigen und pompösen Königspaläste mit ihren goldgeschmückten Tempeln und Pagoden in Phnom Pen und Bangkok.

Die Fotostrecken zu Vietnam, Kambodscha und Thailand geben einen Eindruck von der Vielfältigkeit der Landschaften, Bauwerke und Menschen wieder, die mir auf dieser Reise begegnet sind.

In den Reiseberichten gehe ich genauer auf einzelne Programmpunkte der insgesamt 16tägigen Reise ein:

In und um Ho Chi Minh City

Archäologische Stätten im Gebiet von Angkor

Street Food Festival Duisburg

Food And Liquors Pankowalski

Food And Liquors Pankowalski

Nach diversen Gourmet- und gastronomischen Meilen in verschiedenen Ruhrgebietsstädten jetzt noch ein Streetfood-Festival in Duisburg. Sicher, die Location ist gut gewählt, das Gelände des Landschaftsparks Nord bietet industrielles Ambiente und ist als Freizeiteinrichtung und Veranstaltungsort für kulturelle und künstlerische Events nicht nur in Duisburg bekannt. Die Verkehrsanbindung über die A-42 ist gut und Parkmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Continue reading

Zum Lachen an den Niederrhein

38. Internationales Comedyarts Festival Moers

So sehr ich mich auch mit Wehmut an die alten Spielorte des Humorfestivals (Schlosshof, Sparkassenarena) erinnere, so sinnvoll und überfällig war der Umzug in die neue Festivalhalle an der Filderstraße. Endlich gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten und der „Boulevard der Attraktionen“ mit Außengastronomie und Straßentheater überbrückt die Wartezeiten bei frühzeitiger Anreise oder zwischen den einzelnen Programmpunkten. Nicht zu unterschätzen für Veranstalter und Besucher ist die Unabhängigkeit vom Wetter, denn laue Sommerabende während des Festivals auf dem Kastellplatz waren in den letzten Jahren eher die Ausnahme. Der Gastronomiebereich in der neuen Halle ist ansprechend gestaltet und bietet eine Alternative zur stimmungsvollen Außengastronomie. Continue reading

Neuauflage „Parkleuchten“ 2014

Parkleuchten Lichtobjekt

Parkleuchten Lichtobjekt

Nach einer enttäuschenden Veranstaltung in den Essener Messehallen lockte der benachbarte Grugapark mit einer Neuauflage des erfolgreichen „Parkleuchtens“. Bereits zum fünften Mal bestücken die Lichtexperten um Wolfgang Flammersfeld und Reinhard Hartleif aus Unna den weiträumigen Grugapark mit Leuchtobjekten, Projektionen und Installationen. Wege, Wiesen und Waldbestand werden auch diesmal ins rechte Licht gerückt, Projektionen unterschiedlicher Farben verzaubern bei einbrechender Dämmerung die Parkkulisse in ein phantastisches Lichtermeer. Daneben erfreuen Leuchtobjekte und Beleuchtungskörper, entweder selbstleuchtend oder angestrahlt, die allabendlich sich einfindenden Besucher. Besonders frequentiert sind die Objekte, bei denen sich der Zuschauer aktiv einbringen und selbst Teil der Installation werden kann.

"Guardian" von Manfred Kielnhofer

„Guardian“ von Manfred Kielnhofer

Da der Inszenierung des Grugaparkes trotz innovativer und kreativer Ideen der F & H Event Company durch die jährliche Wiederholung doch enge Grenzen gesetzt sind, kann die Einbeziehung weiterer Künstler und Experten nur begrüßt werden. So präsentieren sich in diesem Jahr die mysthischen Figuren des österreichischen Künstlers Manfred Kielnhofer in kontrastreicher Beleuchtung im Musikgarten. Die „Time Guardians“ hatten bereits auf zahlreichen Festivals und Ausstellungen für Aufsehen gesorgt. Eine Erweiterung um kinetische Objekte wäre wünschenswert, auch die verstärkte Einbeziehung von Geräuschen, Klängen und Musik würde auf meiner Wunschliste stehen.

Grugapark im Lichtermeer

Sommerkino im Landschaftspark Nord

Sommerkino im Landschaftspark Nord

Sommerkino im Landschaftspark Nord

Wer zur nächtlichen Stunde die A42 im Duisburger Norden befährt, dem fallen sofort die illuminierten Industrierelikte im Stadtteil Meiderich ins Auge. Gieß- und Gebläsehallen, drei riesige Schlote und ein überdimensioniertes Windrad sind auch bei Tage nicht zu übersehen – hier errichtete 1901 die Thyssen Dynastie ein Hochofenwerk zur Produktion von Roheisen. Das Brennmaterial wurde in den umliegenden Bergwerken gefördert, die Weiterverarbeitung erfolgte in den werkseigenen Stahlwerken. Der Verbund von Kohle und Stahl funktionierte bis Mitte der achtziger Jahre, dann erfolgte krisenbedingt die allmähliche Stilllegung der Produktionsstätten. Zurück blieb eine riesige Industriebrache, dem allmählichen Verfall anheim gegeben. Continue reading

Stolpersteine zum Gedenken an Holocaustopfer

Das Gladbecker Bündnis für Courage hat in einer gemeinsamen Aktion mit acht örtlichen Schulen die Verlegung von 23 neuen Stolpersteinen am 11. Dezember 2012 vorbereitet. Mitglieder des Aktionsbündnisses und Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam mit ihren Lehrern in Archiven Unterlagen und Register gewälzt, um den Verbleib und das Schicksal der in Gladbeck ansässigen jüdischen Familien während des NS-Regimes zu recherchieren. Den wenigsten Naziverfolgten gelang die Flucht ins Ausland, die meisten wurden in Konzentrationslager abtransportiert und von den Nationalsozialisten ermordet. Continue reading

Ruhrtriennale//Our CenturY

Brückenpfeiler Our CenturY

„Our CenturY“ heißt ein Projekt der Berliner Künstler Folke Köbberling und Martin Kaltwasser im Rahmen der Ruhrtriennale 2012. Auf der „Kunst-Baustelle“ vor und hinter der Jahrhunderthalle ist in handwerklicher Arbeit, an der neben dem Künstlerpaar viele Bochumer und Auswärtige sich freiwillig beteiligt haben, ein Wegenetz aus Europaletten und Holzplanken geschaffen worden, daß die Künstler als „soziale Plastik“ mit Verweis auf die zunehmende Mobilität in unserer Gesellschaft verstanden wissen wollen, daß viele Besucher aber schlichtweg als „Unsinn“ oder „Bauspielplatz“ abwerten. Dabei ist der ästhetische Reiz des Ganzen offensichtlich, vor allen wenn in der Abendsonne Licht und Schatten die Kontraste verstärken und die Planken, Bretter und Leisten als figurale Holzskupturen ihre Wirkung entfalten.
Dabei haben die gezimmerten Stege und Wege, die Kuben, Plattformen und Tribünen noch eine ganz praktische Bedeutung. Sie dienen den zahlreichen Triennale-Besuchern vor und nach den Vorstellungen als Lese-, Rast- und Picknickplatz, da sie zum Relaxen und Chillen mit Blick auf die Jahrhunderthalle geradezu einladen. Die urbane Landschaft als Raum, der zum Verweilen und Diskutieren einlädt, ist eine der häufig zitierten Intentionen des Künstlerduos.
Die verwendeten Materialien sind größtenteils Europaletten und recyclingfähiges Bau- und Abfallholz. Sortiert und aufbereitet steht es den Mitarbeitern des Bauprojektes zur Verfügung. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Folke Köbberling und Martin Kaltwasser, die sich bereits durch die Realisierung verschiedener Großprojekte mit Recyclingmaterialien international einen Namen gemacht haben,
„arbeiten … an einer Ästhetik des Widerstandes gegen unsere eindimensional ausgerichtete, gebaute Lebensumwelt. Mit ihren Bauprojekten machen sie vielfältigere Formen städtischen Zusammenlebens sichtbar und politisch wirksam.“ (Programmheft Ruhrtriennale, S. 52)

Holzskulptur Our CenturY

Ruhrtriennale//Marketplace 76

Zugegeben, ich habe mit mordernem, avantgardistischem Theater wenig Erfahrung und meine Sehgewohnheiten entwickelten sich mehr an hergebrachten Inszenierungen europäischer Klassiker, schon Brecht erschien mir mit seinen Theaterstücken revolutionär und seiner Zeit weit voraus. Was der belgische Performance-Künstler Jan Leuwers im Rahmen der diesjährigen Ruhrtriennale auf die Bühne brachte, war ein Theater der ganz anderen Art: Elemente aus den unterschiedlichsten Künsten wetteifern um die Aufmerksamkeit der Zuschauer; Tanz, Theater, Musical, Puppenspiel, Video und Performance in einer bunten Mischung, dazu der Einsatz von viel Kunstblut und Kunstschnee und aufblasbaren Plastikartikeln. Die mehr als ein Dutzend Schauspieler tummeln sich derweil auf der mit ausgesuchten Requisiten ausgestatteten Bühne, deklamieren ihren Text in ihrer englischen oder französichen Muttersprache, währenddessen die deutsche Übersetzung auf einem Monitor mitverfolgt werden kann. Continue reading

US-Cars im Centro Oberhausen

Charakteristische Heckflosse: Sedan deVille

Bereits zum neunten Mal trafen sich am 21. und 22. Juli 2012 Fans und Besucher historischer US Fahrzeuge auf dem Gelände des Centro Oberhausen, um die chromblitzenden Karossen der fünfziger, sechziger und frühen siebziger Jahre zu bestaunen. Auffallend sind die überlangen Fahrgestelle von bis zu sechs Metern, die Gestaltung der Front- und Heckpartie im Juke-Box-Design und die spritschluckenden großvolumigen Motoren. Coupés, Limousinen und Pickups von Chrysler, Ford und General Motors unterschiedlicher Baujahre werden von den dezent im Hintergrund wachenden Besitzern präsentiert, die auf Nachfrage auch gerne über technische Details und investierte Arbeitsstunden Auskunft geben. Beliebte Accessoires sind US-Flaggen, Westernhüte und Petticoats, die Verkaufsstände im Randbereich bieten Ersatzteile und Zubehör an, für den Liebhaber und Sammler gibt es jedes Baujahr auch als maßstabgetreues Modellauto. Continue reading

1. Mai auf Zeche Carl

Maifeier auf Zeche Carl

Fast alle politischen Parteien haben in Anbetracht der anstehenden NRW-Wahl die Gelegenheit genutzt, mit Informationsständen auf der diesjährigen Maifeier an der Wilhelm-Nieswandt-Allee Präsenz zu zeigen. Dazwischen die
Vereine und Verbände der Migranten, die Freundschafts- und Solidaritätskomitees, die Bündnisse, Foren und Zentren. Das bunte Programm auf der Hauptbühne bietet Ruhrpottrock und Ruhrpottkultur, aber auch kubanische und karibische Klänge. Die Gerüche und Düfte der internationalen kulinarischen Angebote machen hungrig, die Auswahl fällt nicht nur mir sichtlich schwer. Für die Kids ist die Kletterwand eine Hauptattraktion, hier heißt es anstellen und sich in Geduld üben.

Die rote Nelke sieht man nur noch vereinzelt, obwohl viele Besucher ihre Herkunft aus der Gewerkschafts- und Arbeiterbewegung nicht verbergen wollen. Auffallend viele Migranten sind gekommen, aber auch Essener Bürger und Auswärtige, die das traditionsreiche Kulturfest auf Zeche Carl der ritualisierten Maifeier der Gewerkschaften vorziehen oder als zusätzliches Angebot nutzen. Seit dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen im Jahr 1889 gilt der 1. Mai als Protest- und Gedenktag der Arbeiterbewegung. An Frieden, Völkerverständigung und internationale Solidarität haben die Nationalsozialisten bei Einführung des 1. Mai als gesetzlichen Feiertag sicher nicht gedacht.