
Merkwürdiges und Denkwürdiges aus dem Ruhrgebiet
Jazzfestival Moers
ExtraSchicht
Ruhrfestspiele Recklinghausen
RuhrTriennale
Internationales ComedyArts Festival Moers
Loveparade 2007 Essen
Das MKM - Museum Küppersmühle für Moderne Kunst Mitten am neu gestalteten Duisburger Innenhafen liegt das MKM. Das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst wurde im April 1999 eröffnet. In dem um 1900 errichteten Speichergebäude der ehemaligen Mühle ist heute ein Gastronomiebetrieb und das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst untergebracht. Das Museum bietet ein internationales Ausstellungsprogramm mit bis zu 5 Wechselausstellungen pro Jahr. Daneben präsentiert das Museum auf zwei Etagen ausgewählte Werke der Neuen Sammlung Ströher, meist herausragende deutsche Künstler von internationalem Rang mit dem Schwerpunkt Malerei.
Im Rahmen der Projektreihe AKADEMOS wird bis zum 2. März 2008 das Werk des 2007 an der ALS-Krankheit verstorbenen ehemaligen Professors der Kunstakademie Düsseldorf, Jörg Immendorf (1947 – 2007), gezeigt. Bekannt wurde Immendorf durch seine in den 90er Jahren geschaffenen großformatigen Bilder, in denen er sich mit der Person des Künstlers und insbesondere mit dem Übervater und Lehrmeister Joseph Beuys auseinandersetzt. Die Bilder seines Spätwerkes sind zum großen Teil Projekte, die Immendorf wegen seiner fortschreitenden Krankheit nur mit Hilfe des Computers und seiner Assistenten fertigstellen konnte.
Ludwig Galerie Schloss Oberhausen Schloss Oberhausen wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Wohnsitz des Grafen Maximilian von Westerholt-Gysenberg im neoklassizistischen Stil erbaut. Ende des Jahrhunderts wurden die Schlossgebäude zunächst vermietet und 1911 an die Stadt Oberhausen verkauft, die bereits vorher den Schlosspark erworben und zu einem Volkspark, den Kaisergarten, umgestaltet hatte. 1947 eröffnete die Städtische Galerie Oberhausen mit einer Ausstellung impressionistischer Landschaften und einer Sammlung internationaler Grafik. Die Wirtschaftsgebäude, in der sich heute die Gedenkhalle für die Opfer des Nationalsozialismus und ein Restaurant befinden, wurden 1952 wiederhergestellt. Nach umfangreichen Renovierungs- und Umbauarbeiten in den 50er Jahren wurde die Sammlung von dem damaligen Leiter, Professor Thomas Grochowiak, um Bilder aus dem Bereich des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit, des Kritischen Realismus und der Op- und Pop-Art erheblich erweitert.
Mit der Angliederung des „Ludwig Instituts für Kunst der DDR“ im Jahre 1983 beherbergte die Städtische Galerie Oberhausen die größte Sammlung zeitgenössischer ostdeutscher Künstler außerhalb der Grenzen der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Heute firmiert das Schloss nach einem weiteren Umbau im Jahre 1998 als „Ludwig Galerie Schloss Oberhausen“ und gehört damit zu dem Kreis der weltweit über zwanzig Museen, die durch Schenkungen und Dauerleihgaben des Ehepaares Irene und Peter Ludwig unterstützt und gefördert werden.
Noch bis zum 08. Juni 2008 zeigt die Ludwig Galerie die Ausstellung „Deix in the City - Special Guest: Arnold Schwarzenegger“ und setzt damit die Reihe bedeutender Repräsentanten der Cartoon- und Comicszene aus kunsthistorischer Perspektive fort. Der österreichische Zeichner und Karikaturist Manfred Deix versteht es wie kein anderer mit ätzendem Spott und dreisten Tabubrüchen die wahren Gesinnungen von Politikern, Klerikern und Gutmenschen offen zu legen und zu entlarven.
Industriemuseum Henrichshütte: Helden Die Ausstellung „Helden – Von der Sehnsucht nach dem Besonderen“, die bis zum 31. Oktober 2010 in der Henrichshütte in Hattingen präsentiert wird, ist zweifelsohne sehenswert, zumal die Kulisse des ehemaligen Industrieareals besonders den Helden der Arbeit einen würdigen und adäquaten Rahmen bietet. Der Kampf der Arbeiter und schließlich der gesamten Hattinger Bevölkerung gegen die Schließung der Hütte im Jahre 1987 mit den Massendemonstrationen, Streiks, Solidaritätsveranstaltungen, Mahnwachen und der fast fünf Kilometer langen Menschenkette wird umfassend dokumentiert. Aber auch die Helden des Sozialismus werden vorgezeigt: der DDR-Brigadier Wywczaryk, der wegen Übererfüllung der Norm mehrfach als „Aktivist des 5-Jahres-Planes“ ausgezeichnet wurde und der 1957 den Grundstein für den ersten Plattenbau der DDR legte ebenso wie Alexej Stachanow, der 1935 in einer Schicht 102 Tonnen Kohle förderte und damit die Arbeitsvorgabe um das Dreizehnfache überbot. Neben den Helden der Arbeit sind die Helden der antiken und der mittelalterlichen Welt als Skulptur, Plastik oder Bildnis zu bestaunen. Der Heldenverehrung im Kaiserreich folgt die Darstellung „soldatischen Heldentums“ während der NS-Diktatur und eine Würdigung der Helden des Widerstandes. Dass es in unserer Zeit nicht an Helden mangelt, machen die vielen Exponate deutlich, die auf charismatische Politiker, Religionsführer, Sportler und sonstige Gutmenschen verweisen bis hin zu den Idolen der Medien und Massenkultur. Damit ist der Abschluss der Ausstellung, bei der sich jeder Besucher selbst auf ein Podest stellen und als Held feiern lassen kann, nur konsequent.