MERKwürdiges und DENKwürdiges aus dem Ruhrgebiet

Schloss Beck

Die Ursprünge des feudalen Anwesens reichen bis ins 15. Jahrhundert. Das heutige Schloss wurde von dem Festungskommandanten Friedrich Florenz Raban von der Wenge als Lustschloss in Auftrag gegeben. Als Maison de Plaisance diente das Schloss seinem Auftraggeber als Rückzugs- und Erholungsort. Architekt war Johann Konrad Schlaun, einer der letzten bedeutenden Architekten des deutschen Barock. Das Schloss wurde in den Jahren 1766 bis 1771 errichtet, die Zerstörungen und Wirrnisse des Siebenjährigen Krieges waren gerade überwunden.

Nach von Wenges Tod wurde das Schloss zwischenzeitlich als Schnapsfabrik genutzt, bevor es in den Besitz des Bergbauunternehmens Hibernia überging. 1966 kaufte die Familie Kuchenbäcker das stark verfallene und verwahrloste Anwesen und begann mit der Restaurierung und Wiederherstellung des Schlosses und der angrenzenden Wirtschaftsgebäude. Der umliegende Park wurde als Freizeitpark umgestaltet und vor allem für Familien mit jüngeren Kindern als Vergnügungspark ausgebaut.

Auch wenn die idyllische Schlossanlage nicht unbedingt mit den zum Teil biederen Fahrgeschäften und Rummelplatzattraktionen harmoniert, so bietet der Besuch des Freizeitparks immerhin Ein- und Ausblicke auf spätbarocke Fassaden- , Raum- und Gartengestaltung. Und inmitten von schnatternden Enten, Gänsen und Schwänen kann eine Bootsfahrt auf dem Schlossteich nicht nur für die Kinder zu einem beeindruckenden Erlebnis werden.

www.schloss-beck.de

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