Yamato – The Drummers of Japan im Essener Colosseum

In einer Vorab-Ansage wird auf die schrecklichen Ereignisse in Japan verwiesen und zu einer Spendenaktion aufgerufen. Da man die Opfer der Katastrophe nicht unmittelbar unterstützen könne, sei die beste Hilfe die Fortsetzung der Tournee, um den Menschen daheim Mut, Stärke und Energie zu vermitteln.

In den folgenden zwei Stunden erlebt der Zuschauer ein wahres Feuerwerk an Rhythmen, dargeboten auf Trommeln unterschiedlicher Größe, von der winzigen Shime-Daiko bis hin zur bierfaßgroßen Miya-Daiko, aber auch auf anderen traditionellen Instrumenten wie der langhalsigen Shamisen oder der zimbelähnlichen Chappa. In einem streng symmetrischen Bühnenbild aus Bambusvorhängen und Lampions bewegt sich die Choreographie zwischen ekstatischer Entladung und meditativer Ruhe.

Matsuri, so der Name des Programms, steht für die alten japanischen Volksfeste, bei der die traditionellen Taiko-Trommeln im Mittelpunkt stehen.

Die wenigen Umbaupausen nutzten die Akteure geschickt, um das Publikum humorvoll zum Mitklatschen zu animieren und in das rhythmische Geschehen mit einzubeziehen. Die Zuschauer dankten dem Ensemble am Ende des Programms mit stehenden Ovationen für die dargebotene Energie und Kraft, Präzision und Synchronität der Aufführung.

Yamato – The Drummers of Japan

Vorschaubild: „Yamato-The Drummers of Japan“ by Frankie Fouganthin“ is licensed under CC Attribution-Share Alike 4.0 International

 

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