Plattencover im Comic-Stil

Die Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen zeigt vom 16. Januar bis zum 8. Mai die Ausstellung VINYL! Die Comic-Cover. Dr. Eckart Sackmann, gleichzeitig Kurator der Ausstellung, hat über 200 Plattencover zusammengetragen, die von Comiczeichnern entworfen und in ihrem jeweiligen persönlichen Stil gestaltet wurden. Die ausgewählten Schallplattenhüllen illustrieren weniger den musikalischen Inhalt der Scheiben, sondern präsentieren den Zeichenstil der weltbekannten Comic-Künstler. Die schrillen und phantastischen Zeichnungen surrealer Landschaften und übermächtiger Superhelden dienen neben der Verkaufsförderung der Selbstvermarktung der Künstler, die in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren die Comic-Kultur entwickelt und weitergeführt haben.

Am Anfang steht Robert Crumb, der 1968 das Albumcover für Janis Joplin „Cheap Thrills“ gestaltet hatte und danach für Musiker wie Bob Dylan, Frank Zappa und Grateful Dead tätig wurde.

Der Künstler Hergé entwirft 1971 ein im Stil der Ligne claire mit präzisen Konturen und flächiger Kolorierung gestaltetes Plattencover für die dänische Band Gasolin und der deutsche Comic-Zeichner und Illustrator Gerhard Seyfried gestaltet 1985 das Plattencover der „3 Tornados“ für den Pläne Verlag.

Weitere Beispiele von Illustrationen und Bildern, die von namhaften Comiczeichnern gestaltet wurden, finden sich auf den Plattencovern von Jimi Hendrix, Jethro Tull, den Byrds und Guns ’n Roses.

Erst Mitte der neunziger Jahre mit dem Siegeszug der kleinformatigen CD endet die Phase der kreativen Zusammenarbeit von Comiczeichnern und Musikschaffenden.

Geschrieben am 25. Januar 2022, vor 8 Monaten

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