Halde Rheinpreussen

Das „Geleucht“ als Landmarke auf der Halde Rheinpreussen

Schon immer hat mich die überdimensionale Grubenlampe auf der Halde Rheinpreussen fasziniert, die im Vorbeifahren auf der A42 regelmäßig  ins Auges sticht. Die Berghalde stammt von der benachbarten Zeche Rheinpreußen in Moers, eine der großen Schachtanlagen im Ruhrgebiet mit ehemals über 10.000 Beschäftigten. Nach Verfüllung der Schächte als Folge der Kohlekrise in den 1950er und 1960er Jahren und der Demontage der überirdischen Werksanlagen erinnert nur noch der Malakowturm an das erste linksrheinische Bergwerk. 

Die Halde in der heutigen Form wurde Ende der 1960er Jahre aufgeschüttet und ist über 70 Meter hoch. Erst im Jahre 2007 wurde das von dem Künstler Otto Piene entworfene “Geleucht” als dreißig Meter hohe Landmarke auf dem Plateau der Halde installiert. Nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlt die Lampenskulptur gemeinsam mit den Scheinwerfern am Hang in leuchtendem Rot. Zu bestimmten Zeiten kann die Aussichtsplattform im Geleucht über eine Innentreppe erklommen werden. Dann hat der Besucher einen grandiosen Panoramablick auf den Rhein,  die Autobahn- und Eisenbahnbrücken und die Industriekulisse von Duisburg.

Der Waldsee unterhalb der Halde

Die Besteigung der Rheinpreussenhalde lässt sich gut mit einem Spaziergang am Waldsee, einer ehemaligen Kiesgrube am Fuße der Halde, kombinieren. Die Wanderung durch das idyllische Naturschutzgebiet startet am Wanderparkplatz am Waldsee und kann als Rundkurs entlang des Ufers wahrgenommen werden.

 

Geschrieben am 5. Februar 2021, vor 9 Monaten

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