Kindheit im Ruhrgebiet

Die Ausstellung „Kindheit im Ruhrgebiet“ im Ruhr Museum Essen zeigt von Anfang September 2020 bis Ende Mai 2021 ausgewählte Objekte und Fotografien, die das Heranwachsen mehrerer Generationen zwischen den fünfziger und achtziger Jahren im Gebiet zwischen Rhein und Ruhr dokumentieren und veranschaulichen sollen. Die Alltags- und Spielobjekte wurden von privaten Leihgebern zur Verfügung gestellt, die Fotografien entstammen der fotografischen Sammlung des Ruhr Museums. Die Ausstellungstücke repräsentieren unterschiedliche Aspekte der Alltagskultur, angefangen von Spielsachen und Sportgeräten bis hin zu Kleidungsstücken, Poesiealben, Kinderbüchern und Comics.

Die Wände um die rechteckige Ausstellungsfläche herum sind bestückt mit Fotografien, die Kinder in ihren unmittelbaren Lebenszusammenhängen wie Familie, Schule, Spielplatz und Freundeskreis zeigen. Den ruhrgebietstypischen Hintergrund bilden Schornsteine, Hochöfen, Halden, Brücken, Abwasserkanäle und Industriebrachen. Das Kind sein spielte sich bis in die achtziger Jahre vorwiegend im Freien ab, der Spielplatz, das kleine Wäldchen, das benachbarte Trümmergrundstück waren wesentliche Erfahrungsräume.

Ausstellung „Kindheit im Ruhrgebiet“, Andenkenkappe 50er Jahre

Ab den Siebziger- und verstärkt in den Achtzigerjahren kamen durch die zunehmende Technisierung und Digitalisierung neue Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten hinzu. Kassettenrekorder, Spielkonsolen, Video- und Computerspiele bestimmten den Alltag der Kids.

An fünf sogenannten „Spielinseln“ können die Besucher der Ausstellung diese Kindheitserlebnisse nachspielen und nachempfinden.

Insgesamt bietet die Ausstellung viele Anknüpfungspunkte für persönliche Erinnerungen und Bewertungen der eigenen Kindheit. Der Ruhrgebietsbezug ist zuweilen gewollt, viele der Objekte verweisen auf allgemeine und (ruhr-)gebietsübergreifende Entwicklungen.

Der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung aus dem Klartext Verlag kostet 24,95 €.

 

Vorschaubild: Plakat zur Ausstellung „Kindheit im Ruhrgebiet“. © Ruhr Museum, Gestaltung: Uwe Loesch

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